Die Entstehung von Erdgas
Erdgas gehört ebenso wie Braun- und Steinkohle, sowie Erdöl zu den fossilen Energieträgern, die aus organischen Substanzen wie Algen, Plankton und Mikroorganismen, unter Druck- und Luftabschluss entstanden sind. Dieser Vorgang dauert in der Regel viele Millionen Jahre. Ein großer Teil des heute verfügbaren Erdgases ist bereits vor 15 bis 600 Millionen Jahre entstanden und
Es gibt jedoch auch Erdgasvorkommen, die durch eine bakterielle Zersetzung von organischen Stoffen entstanden sind. Diese relativ jungen Vorräte, die vor etwa zwanzig Millionen Jahren entstanden, findet man häufig im Gebirge. Erdgasfelder, die auf diese Art entstanden, sind beispielsweise in Österreich und Bayern zu finden. Den Hauptbestandteil von Erdgas bildet Methan. Anteile von weiteren Gasen schwanken je nach Fundort und chemischen Voraussetzungen. Weiterhin enthält Erdgas einen Anteil von bis zu 9% Kohlenstoffdioxid, das jedoch nicht genutzt werden kann und somit im Rahmen der Förderung an die Luft abgegeben wird. Ein unerwünschter Bestandteil ist Schwefelwasserstoff, der bei der Förderung entfernt wird. Der hohe Methan-Anteil gilt gleichzeitig als Qualitätskriterium. Je höher der Methan-Anteil, desto hochwertiger ist auch das Erdgas und zeichnet sich durch einen hohen Brennwert aus.
Rohes Erdgas lagert in unterirdischen Lagerstätten in verschiedensten Gesteinsarten, die das Gas wie ein Schwamm in seinen Poren speichert. Die größten Erdgas-Vorkommnisse stammen aus Russland, dem Nahen Osten und China. In Europa gibt es große Erdgasfelder in Norwegen, Italien, Frankreich, Österreich und in den Niederlanden. Nur 18% des deutschen Energieverbrauches werden in Deutschland gefördert. Während in Europa das erste Erdgas erst im Jahre 1844 in Österreich entdeckt und verarbeitet wurde, sind die Chinesen den Europäern weit voraus. Im Alten China wurde Erdgas bereits um 900 vor Christi zum Trocknen des Salzes verwendet. Das Gas hatten sie zufällig bei der Salzgewinnung entdeckt.
