Jetzt online Preise vergleichen und wechseln:

Die Förderung von Erdgas

Das Erdgas legt einen langen Weg zurück, bevor es in den Haushalten der Kunden angekommen ist. Das Aufspüren von Erdgaslagerstätten ist mit einem hohen technischen Aufwand verbunden. Zu diesem Zweck werden sowohl seismische als auch geophysikalische Messungen durchgeführt. Wenn sich herausstellt, dass in dem Gebiet große Mengen Gas zu vermuten sind und sich die Förderung wirtschaftlich lohnen würde, kann mit der Probebohrung begonnen werden. Diese Probebohrungen werden meistens mit der Tiefbohrtechnik im so genannten Rotary-Verfahren in einer Tiefe bis zu 7000 Metern durchgeführt. Zu diesem Zweck wird ein Bohrturm errichtet. Bei dem Verfahren wird ein Bohrmeißel in rotierende Bewegungen versetzt, der auf diese Weise in das Gestein eindringt.

Je nach Härte des Gesteins kommt der Bohrmeißel zwischen einigen Metern und mehreren hundert Metern am Tag voran. Jede Bohrung wird geologisch ausgewertet, in dem Sonden mit dem Bohrer in das Bohrloch einfahren, um die physikalischen Daten zu messen. Stellt sich heraus, dass kein Erdgas vorhanden ist, wird das Bohrloch wieder verschlossen. Liegen große Erdgasvorkommnisse vor, werden Erweiterungsbohrungen durchgeführt. Da der Bohrturm nun nicht mehr benötigt wird, kann er abgebaut werden. In das Bohrloch werden zwei Rohre eingesetzt, eines, um das Bohrloch zu stabilisieren und ein anderes, um das zu transportierende Erdgas zu befördern. Am untersten Rohrstück werden Sprengungen vorgenommen, um das Rohr zur Lagerstätte zu öffnen. Damit das Erdgas nicht unkontrolliert entweichen kann, wird unter der Erde ein Ventil eingebaut. Oberhalb der Erde wird das Rohr mit mehreren Absperrvorrichtungen verschlossen.
Erdgasförderung

Der Transport des Gases erfolgt innerhalb von Europa über ein riesiges Netz an Pipelines. In einem Abstand von einhundert bis zweihundert Kilometern sorgen so genannte Verdichter-Stationen dafür, dass das Gas mit einem optimalen Druck durch die Rohre fließt. Ist der Druck zu hoch, wird die Geschwindigkeit über Reduzierungsanlagen gedrosselt. Durch ganz Europa verlaufen Fernleitungen mit einem Rohrdurchmesser von 1,60 Meter. Die Leitungen, die bei den Kunden ankommen, besitzen einen Durchmesser von fünf Zentimetern.