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Steigende Strompreise erwartet

Viele Experten gehen derzeit davon aus, dass die Strompreise Anfang 2012 steigen werden. Im Durchschnitt wird mit einer Preiserhöhung von etwa vier Prozent gerechnet, wobei es natürlich größere Unterschiede zwischen den Anbietern geben kann. Es gibt verschiedene Faktoren, die sich im nächsten Jahr negativ auf den Strompreis auswirken könnten. Wenn man von der Anhebung der Strompreise um die erwarteten vier Prozent ausgeht, so würde das für einen Zwei-Personenhaushalt mir einem durchschnittlichen Jahresverbrauch von 3.000 kWh eine Mehrbetrag von jährlich etwa 28 Euro bedeuten.

An der Strombörse geht die Tendenz in Richtung steigende Strompreise

Was die Preise für größere Mengen an Strom angeht, die an der Leipziger Strombörse notiert werden, so
Steigende Strompreise
sind diese Berechnungen zufolge in der letzten Zeit um etwa 3,10 Euro je MWh gestiegen. Wenn nun die Stromanbieter ausschließlich diese gestiegenen „Einkaufspreise“ an den Endkunden weitergeben würden, dann würde das für den Verbraucher eine Preiserhöhung von 1,5 Prozent bedeuten. Positiv ist allerdings auch festzustellen, dass sich der Ausstieg aus der Kernkraft deutlich weniger negativ auf die Strompreise ausgewirkt hat, als es von nicht wenigen Experten befürchtet und von einigen der großen Versorgern vorausgesagt wurde. Neben dem Strompreis an der Strombörse haben jedoch noch andere Faktoren einen Einfluss auf den vom Verbraucher zu zahlenden Strompreis. Dazu zählt beispielsweise die EEG-Umlage, deren leichte Erhöhung vor einigen Tagen angekündigt wurde.

Steigende EEG-Umlage und Nutzungsentgelte

Bereits in 2010 war die EEG-Umlage schon in einem größeren Umfang erhöht worden. Aber neben der EEG-Umlage sind in der jüngeren Vergangenheit auch die Nutzungsentgelte gestiegen, die natürlich ebenfalls keinen geringen Einfluss auf den Strompreis haben. Laut den Netzbetreibern sollen die Gebühren für die Netznutzung im Durchschnitt um rund 6-7 Prozent ansteigen. Allerdings steht noch nicht genau fest, welche Auswirkungen des auf den Endverbraucher haben wird. Sollte die Preiserhöhung bei den Netzgebühren allerdings in vollem Umfang weiter gegeben werden, würde das die Stromrechnung durchschnittlich nochmals um rund 17 Euro erhöhen. Der Verbraucher hat aber natürlich immer die Möglichkeit, die Anbieterpreise zu vergleichen und wenn es notwendig und sinnvoll ist, den Stromanbieter zu wechseln.


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