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Strom Biomasse

Strom aus Biomasse wird in den so genannten Biomassekraftwerken (kurz: BMKW) erzeugt. Um elektrische Energie zu erzeugen, wird Biomasse verbrannt. Zusätzlich entsteht in einem Biomassekraftwerk Prozesswärme oder auch Nahwärme genannt. Wird ausschließlich Wärme produziert, ist die Rede vom Biomasseheizwerk. In der Regel ist die zu verbrennende Biomasse Holz. Aber auch Olivenkerne, Getreide und Stroh werden als Biomasse bezeichnet. Allerdings werden auch Reststoffe wie Altpapier oder Klärschlamm zur Verbrennung eingesetzt. In den letzten Monaten und Jahren immer prominenter geworden sind die Bioenergieträger Biogas und Biodiesel. Diese werden normalerweise aber nicht in den großen Biomassekraftwerken, sondern als Kraftstoffe für Motoren eingesetzt. Immer mehr Automobilhersteller erforschen den Nutzen und die Vorteile von Biodiesel für die Produktion von Autos.
Strom aus Biomasse

Um Strom aus Bioernergie zu erzeugen, wird die Biomasse in einem Dampfkessel verbrannt. Dabei entsteht heißes Rauchgas, was durch Kesselzüge geleitet wird. In großen Anlagen haben solche Kesselzüge Wände, die durch Wasser gekühlt werden. Das Rauchgas gelangt über Rohre, die als Überhitzerflächen dienen. In eine Turbine wird dann der überhitzte Dampf geleitet, um so die Turbine anzukurbeln und schließlich Strom zu erzeugen und/ oder auch Wärme. Über einen Kamin wird das Rauchgas in die Luft abgegeben, nachdem es zuvor gereinigt wurde. Je nachdem, welche Biomasse verbrannt wird, sind die Rückstände aus der Verbrennung unterschiedlich schwer mit Schadstoffen versetzt. Gereinigt werden die Rauchgase normalerweise mit Kalkhydrat. Asche aus dem Rauchgasstrom setzt sich an Gewebefiltern ab und diese werden regelmäßig gereinigt.

Stickoxide werden in der Regel mittels Ammoniaklösungen oder Eindüsungen von Harnstoff gereinigt. Sind die Restsstoffe der verbrannten Biomasse unbelastet, kann die Asche auch als Dünger verwendet werden. Aber Asche von verbrannten Hölzern, die stark belastet waren, muss auf Sondermülldeponien sicher gelagert werden. Der Vorteil von der Verbrennung von Biomasse ist, dass eben keine Kunststoffe verbrannt werden, sondern eben biologische Dinge. Allerdings entsteht Kohlendioxid bei der Aufbereitung und dem Transport von Biomasse. Das ist ein großer Nachteil. Problematisch ist auch, dass beim Verbrennen von Altholz auch die alten Lacke mit verbrannt werden, was ebenfalls zu einem hohen Ausstoß von Kohlendioxid führt.